KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU im ZwischenRAUM

KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum eröffnen ihr Interimsquartier im Domhof 2

 

Unter dem Titel „ZwischenRAUM“ präsentieren die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum ihre Sammlungen während der baubedingten Schließung des Museums in der Lessingstraße jetzt in einem innovativen und experimentellen Rahmen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Kunstwerke und Mineralien neu zu entdecken. Die Gäste können sich auf einen frischen Blick auf die Sammlungsbestände freuen.

„Der ZwischenRAUM ist für uns eine Chance, bekannte Werke auf spannende Weise zu präsentieren und neue Ausstellungsideen zu erproben“, erklärt Dr. Petra Lewey, Leiterin der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum. „Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern zeigen, wie vielfältig und überraschend Kunst und Kultur sein kann – und wünschen uns, auch jüngere Gäste zu begeistern.“

Die Sammlungen in Farben

 

Die Ausstellung im FarbRAUM widmet sich den Farben und Emotionen. Die Vielfalt der Sammlung begeistert mit überraschenden Kombinationen. Was mit Farben möglich ist, zeigt die mutige Inszenierung. Hier treffen Meisterwerke aus sechs Jahrhunderten – von sakralen Schnitzwerken des Mittelalters über klassische Malerei bis hin zu glänzenden Mineralien, moderner Fotografie und Skulptur – aufeinander. 

 

Nach der Umfrage zum Lieblingsbild im Sommer 2024 können sich die Besucher nun auf die hier gezeigten Favoriten freuen.

 

Für unsere kleinen Gäste gibt es besonders geeignete Bildmotive und Kunst „auf Augenhöhe“, die auf sie wartet. Objekte aus der mineralogischen Sammlung können mit speziellen Taschenlampen zum Leuchten gebracht werden.

 

 

Neue Perspektiven mit Henrike Naumann

 

Im FreiRAUM erwartet die Besucher eine spannende Begegnung mit zeitgenössischer Kunst: Die gebürtige Zwickauerin und Max-Pechstein-Förderpreisträgerin Henrike Naumann verbindet in ihrer Installation DDR NOIR (Der Cellist) das Werk ihres Großvaters Karl Heinz Jakob mit Möbelstücken der Nachwendezeit. Die Arbeit (gefördert von der Hermann-Ilgen-Stiftung) lädt dazu ein, sich mit ideologischen und persönlichen Perspektiven auf Kunst auseinanderzusetzen.

 

Ausstellungszeitraum: 25. Januar bis 4. Mai 2025

 

 

Auf der Suche nach dem Paradies mit Max Pechstein

 

Max Pechstein, einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus und Sohn der Stadt Zwickau, erhält im MaxRAUM eine Bühne, die seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte und seinem Schaffen gerecht wird. 

Bereits 1905 hatte der damals noch junge Kunststudent seine erste Ausstellung im Zwickauer Kunstvereinsgebäude. Von hier aus begann eine beeindruckende Karriere, die Pechstein zu einem der einflussreichsten Künstler der „Brücke“-Gruppe und der Klassischen Moderne machte. Geprägt von der Suche nach Ursprünglichkeit, ist das farbintensive Werk Ausdruck seines Strebens nach künstlerischer Freiheit und Innovation.

Im MaxRAUM wird Pechsteins Werk auf ganz neue Weise erlebbar. Eine digitale Inszenierung zu seiner Südseereise lädt ein, Geschichten hinter den Werken zu entdecken. Die Gäste müssen zugleich nicht auf Originale verzichten: ausgewählte Malerei, Druckgrafiken und Autografe geben Einblick in die Vielseitigkeit seines Schaffens. Große und kleine Besucherinnen und Besucher können sich hier auch spielerisch mit Pechstein auf eine abenteuerliche Reise begeben!